LSR-Landespressekonferenz zur zweiten Ausfallstatistik

Unterrichtsausfall – eine nicht enden wollende Geschichte

Am heutigen Freitag, dem 26.04.2013, trat der LandesSchülerRat Sachsen (LSR Sachsen) vor die Landespressekonferenz und bezog Stellung zur veröffentlichten zweiten Ausfallstatistik und dem Problem des Losverfahrens.

„Im Vergleich zur ersten Erhebung des Unterrichtsausfalls im Juni 2012 sind die Ausfallszahlen zur zweiten Statistik gesunken, aber sie sind nach wie vor zu hoch. Bei der erneuten Erfassung vom 26.11. bis 07.12.2012 haben wir über einen längeren Zeitraum erfasst und den Ausfall des Weiteren fächerspezifisch erhoben. Dennoch sprechen wir nicht von einem repräsentativen Ergebnis, sondern von einer umfassenden Stichprobe. Die Zahlen unserer Ausfallstatistik nähern sich denen des SMK an, aber liegen immer noch darüber. Besonders in den Mittelschulen und Förderschulen ist der Unterrichtsausfall sehr hoch. Hier besteht akuter Handlungsbedarf.“, erklärt Tim Börrnert, Vorstandsmitglied LSR Sachsen, welcher der Hauptverantwortliche für die Auswertung der zweiten Ausfallstatistik war.

Zum Thema „Losverfahren an sächsischen Schulen“ sagte Konrad Degen, Vorsitzender LSR Sachsen, „Die Losfee hat wieder zu geschlagen und wir können nur hoffen, dass dies eine Ausnahme bleibt. Es gibt nichts, was schülerunfreundlicher ist, als eine Fremdsprache zu lernen, welche man nicht lernen will. Planungstechnische Bedürfnisse der Staatsregierung dürfen nicht über den Schülerinteressen stehen. Statt das Losverfahren anzuwenden, müssen die Schulen stärker kooperieren und schulübergreifende Sprachklassen bilden. Auch klassenstufenübergreifender Unterricht ist eine Möglichkeit, welche nicht optimal, aber angenehmer und fairer ist, als ein Los.“.

Der LSR Sachsen kritisiert außerdem, dass wir an Mittelschulen und Förderschulen einerseits den höchsten Unterrichtsausfall haben, aber andererseits bei diesen Schularten die Bewerberzahlen am niedrigsten sind. „Dem kann man nur entgegenwirken, indem man den Lehrerberuf attraktiver gestaltet. Eine höhere Eingruppierung auf das Gymnasialniveau muss der Anspruch sein. Hier ist der Finanzminister gefordert, dies in den Verhandlungen mit den Lehrer zu ermöglichen.“, so Degen abschließend.

 

http://lsr-sachsen.de/2012/09/unterrichtsausfallstatistik-im-freistaat-sachsen/

 

Arved Anhalt

LandesSchülerRat Sachsen
Finanzer und Pressesprecher

Landesschülerrat Sachsen
Hoyerswerdaer Straße 1
01099 Dresden

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